Legitimität für Suffizienz.
Suffizienz gilt in der Politik noch oft als Verzicht, oder sie wird gar nicht erst verstanden. Gleichzeitig wird immer klarer, dass Appelle an freiwilliges Suffizienzverhalten von Einzelnen nicht genügen. Gefordert ist die Politik. Sie muss Rahmenbedingungen schaffen, die suffizientes Verhalten ermöglichen und belohnen, teilweise auch von allen einfordern.
Worum geht es?
Politische Akteur:innen sollen erkennen, dass Suffizienz ein unverzichtbares Element auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft ist, und konkrete Empfehlungen erhalten, um das Thema einzubringen.
Politiktaugliche Suffizienz-Narrative entwickeln
Suffizienz wird in der Politik kaum verstanden und wenn, dann oft negativ gedeutet. Wir machen das Thema anschlussfähig an laufende Debatten, etwa zu Sicherheit, Unabhängigkeit oder Budgetdruck, und testen Narrative für unterschiedliche Zielgruppen. Das ist die Voraussetzung für die Integration in regulatorische Instrumente auf allen politischen Ebenen.
Suffizienten Praxislösungen zum politischen Durchbruch verhelfen
Suffizienz wird politisch erst greifbar an konkreten Themen: Wohnfläche, Wasserverbrauch, Ernährung, Mobilität. Grundlage ist eine Datenbank erprobter Suffizienzmassnahmen, die sich von bewährten Beispielen auf andere Kontexte übertragen lassen und auf der jeweils passenden politischen Ebene verankert werden.
Suffizienz in der Bildung verankern und Forschung in die Politik bringen
Die Frage «Wieviel ist genug für ein gutes Leben?» gehört in die Ausbildung. Wir wirken auf Lehrplanrevisionen an Gymnasien, auf Akkreditierungsverfahren und Leistungsvereinbarungen der Hochschulen hin und bringen Forschungsergebnisse zu Suffizienz in die politische Diskussion.
Suffizienzmassnahmen, die sich übertragen lassen.
Wir bauen eine durchsuchbare Sammlung erprobter Suffizienzmassnahmen für die Sektoren Gebäude, Landwirtschaft und Ernährung auf. Jede Massnahme wird beschrieben, eingeordnet und gemeinsam mit der EPFL auf ihre Einsparungen hin modelliert. So lässt sich in der politischen Diskussion beantworten, was eine Massnahme bringt, was sie kostet und wieviel Energie sie spart.
Zurzeit steht ein erster Prototyp zur Verfügung: Inhalte, Struktur und Darstellung sind noch im Aufbau und werden laufend weiterentwickelt.
Themen setzen und Gelegenheiten nutzen.
Politische Wirkung entsteht auf zwei Wegen. Wir arbeiten bewusst mit beiden.
Agenda-setting
Wir platzieren eigene Themen aktiv bei Kantonen, Städten und Gemeinden. Kernstück ist die Datenbank erfolgreicher Suffizienzmassnahmen.
- Aufbau und Validierung der Massnahmen-Datenbank
- Modellierung der Einsparungen mit der EPFL
- Mindestens ein thematisches Positionspapier pro Quartal
Agenda-surfing
Auf kantonaler und nationaler Ebene lässt sich die Agenda nur begrenzt beeinflussen. Wir setzen dort an, wo laufende Prozesse Wirkung zulassen.
- Policy-Mapping relevanter Gesetzesprozesse und Vorstösse
- Stellungnahmen und Vernehmlassungsantworten
- Mindestens zwei Interventionen pro Quartal
Suffizienzpolitik: Hebel, Narrative, Verankerung
Austausch zu politischen Hebeln, zu tragfähigen Narrativen und zur Verankerung von Suffizienz in politischen Instrumenten. Im Zentrum stehen die Evaluierung ausgewählter Suffizienzmassnahmen mit Fachexpert:innen und die Vorstellung des Positionspapiers Suffizienzpolitik.
Wer kann beitragen und wie?
Legitimität entsteht nicht in einer Organisation allein. Je nach Rolle stehen unterschiedliche Formen der Beteiligung offen.
Politische Vertreter:innen
Argumentarien, Narrative und Grundlagen für Vorstösse auf allen Ebenen nutzen.
Unterlagen anfordern →Verwaltung und Fachstellen
Laufende Prozesse melden, in denen Suffizienz eingebracht werden kann.
Prozess melden →NGOs und Verbände
Stellungnahmen koordinieren und gemeinsam als Stimme für Suffizienz auftreten.
Kontakt aufnehmen →Forschung und Hochschulen
Forschungsergebnisse zu Suffizienz für die politische Diskussion aufbereiten.
Ergebnisse teilen →Suffizienz in Ihrem politischen Umfeld?
Melden Sie einen laufenden Prozess, schlagen Sie eine Massnahme vor oder nutzen Sie unsere Grundlagen für die eigene politische Arbeit.